In die FlutenKreativtauchen im dritten Lebensalter

L-E3 · Erinnerungsflut

Fotos zum Sprechen bringen

Etwa 45 MinutenLeichtMit HörfassungZum Ausdrucken

Sie wählen zwei oder drei eigene Fotos und schreiben auf, was darauf zu sehen ist und was Sie damit verbinden.

Einstieg

Fotos halten Augenblicke fest und wecken zugleich neue Erinnerungen. In dieser Lektion wählen Sie zwei oder drei eigene Fotos aus. Sie beschreiben, was darauf zu sehen ist, und schreiben auf, was das Bild in Ihnen wachruft. Dafür nehmen Sie sich etwa fünfundvierzig Minuten Zeit. Fassen Sie die Fotos nur mit sauberen, trockenen Händen an.

Vorbereiten

  1. Waschen und trocknen Sie Ihre Hände.
  2. Legen Sie die Fotos nebeneinander vor sich hin.
  3. Legen Sie Papier und Stift bereit.

Los geht's

  1. Schauen Sie sich ein Foto eine Minute lang in Ruhe an. Bild: Eine Person betrachtet ein einzelnes Foto, das sie an den Rändern hält.
  2. Schreiben Sie auf, wer oder was auf dem Foto zu sehen ist. Bild: Ein Foto liegt neben einem Blatt Papier mit einigen Zeilen.
  3. Notieren Sie, wo und wann das Foto entstanden sein könnte. Bild: Eine Hand schreibt Wörter unter eine begonnene Zeile.
  4. Halten Sie einen Gegenstand oder ein Detail aus dem Bild fest. Bild: Ein Finger zeigt vorsichtig auf eine Stelle am Rand des Fotos.
  5. Schreiben Sie einen Satz zu dem Gefühl, das das Foto bei Ihnen auslöst. Bild: Eine Person blickt nachdenklich zwischen Foto und Papier hin und her.
  6. Wiederholen Sie die Schritte mit dem nächsten Foto. Bild: Mehrere Fotos liegen ordentlich nebeneinander auf dem Tisch.

Wenn etwas schiefgeht

  • Das Foto bleibt stumm. Beschreiben Sie zuerst nur die Farben und Formen, die Sie sehen.
  • Sie erinnern sich an keinen Namen. Schreiben Sie stattdessen die Beziehung auf, zum Beispiel die Nachbarin oder der Kollege.
  • Ein Foto weckt Trauer. Legen Sie es kurz beiseite und wählen Sie ein anderes Bild.

Weitermachen

Ordnen Sie Ihre beschriebenen Fotos in einer Mappe oder einem Album. Schreiben Sie mit einem weichen Bleistift auf die Rückseite, wer, was, wann und wo zu sehen ist. Die Lektion "Der Fluss des Lebens" passt dazu, wenn Sie die Bilder zeitlich einordnen möchten.

Eine Frage zum Mitnehmen

Welches dieser Fotos würden Sie einem lieben Menschen zuerst zeigen und warum?

Hörfassung

Hörfassung

Fotos zum Sprechen bringen

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Vollständiger Text der Hörfassung
Willkommen. Nehmen Sie sich einen ruhigen Moment. Waschen und trocknen Sie zuerst Ihre Hände. Legen Sie zwei oder drei eigene Fotos vor sich hin. Legen Sie Papier und Stift daneben. Stellen Sie sich ein Glas Wasser dazu. Atmen Sie einmal tief ein und langsam wieder aus. Fotos halten Augenblicke fest. Sie wecken zugleich neue Erinnerungen. Heute lassen Sie Ihre Fotos sprechen. Sie schauen genau hin und schreiben auf, was Sie sehen und was Sie fühlen. Nehmen Sie nun ein Foto zur Hand. Halten Sie es an den Rändern. Schauen Sie es eine Minute lang in Ruhe an. Lassen Sie Ihre Augen wandern. Was sehen Sie zuerst? Schauen Sie auch auf den Hintergrund. Welche Jahreszeit könnte es sein? Fällt das Licht von links oder von rechts? Welche Kleidung tragen die Menschen? Achten Sie auch auf Hände und Haltung. Was tun die Menschen auf dem Bild? Lachen sie? Stehen sie still? Schauen sie in die Kamera? Bleiben Sie bei einem Foto, solange es Ihnen guttut. Es gibt keine Eile. Ein Foto darf man ruhig lange ansehen. Schreiben Sie nun auf, wer oder was auf dem Foto zu sehen ist. Ein Gesicht, ein Haus, eine Straße. Notieren Sie danach, wo und wann das Foto entstanden sein könnte. Wenn Sie es nicht sicher wissen, schreiben Sie, was Sie vermuten. Halten Sie nun ein einzelnes Detail fest. Ein Gegenstand am Rand. Eine Geste. Ein Kleidungsstück. Schreiben Sie zum Schluss einen Satz über Ihr Gefühl. Was löst dieses Foto heute bei Ihnen aus? Legen Sie das Foto vorsichtig beiseite. Wiederholen Sie die Schritte mit dem nächsten Foto. Nehmen Sie sich ruhig mehr Zeit, wenn Sie möchten. Ein Foto darf mehr als einen Blick bekommen. Jeder Blick kann etwas Neues zeigen. Trinken Sie nun einen Schluck Wasser. Rollen Sie die Schultern einmal. Atmen Sie ruhig weiter. Wenn ein Foto stumm bleibt, beschreiben Sie zuerst nur die Farben und Formen. Das öffnet oft die Tür. Wenn Sie sich an keinen Namen erinnern, ist das in Ordnung. Schreiben Sie die Beziehung auf. Zum Beispiel die Nachbarin oder der Kollege. Wenn ein Foto Trauer weckt, legen Sie es kurz beiseite. Wählen Sie ein anderes Bild. Sie dürfen jedes Foto überspringen. Schauen Sie zum Schluss auf Ihre Notizen. Sie haben Ihren Fotos Worte gegeben. Halten Sie noch einmal kurz inne. Sie haben Ihre Fotos genau angeschaut. Sie haben festgehalten, wer oder was zu sehen ist. Sie haben Ort und Zeit notiert. Sie haben ein Gefühl in Worte gefasst. Ihre Fotos haben nun eine Stimme. Und nun die Frage zum Mitnehmen. Lassen Sie sie einen Moment nachklingen. Welches dieser Fotos würden Sie einem lieben Menschen zuerst zeigen? Und warum? Machen Sie es sich noch einen Augenblick bequem. Ihre Fotos haben heute zu Ihnen gesprochen.